MUSS MAN IMMER ERREICHBAR SEIN?

WA_Whatsapp_2Wir leben im 21. Jahrhundert – die Zeit der Social Media Kanäle, des WLANs und mobilen Internets. Doch all dies kann einem teilweise echt auf die Nerven gehen. Manchmal denke ich an meine Kindheit zurück, in der es noch „Knochenhandys“ gab und man Computer ausschließlich für Computerspiele verwendet hat (naja so habe ich es zumindest gemacht). Damals war ich im Besitz eines Handys, damit ich meine Mutter anrufen konnte, wenn sich mich vom Balletttraining oder aus dem Reitstall abholen sollte. Doch seit dem hat sich so einiges verändert.

Angefangen hat alles, als ich ungefähr 13 Jahre alt war. Plötzlich habe ich gefühlt 1000 SMS pro Tag mit meinen Freunden geschrieben, Fotos wurden massenweise per Mail verschickt und außerdem habe ich zu der Zeit meine Abende vor Schüler.cc verbracht. Kurze Zeit später bin ich auf den Geschmack von Facebook und einer SMS- und Internetflat am Handy gekommen. Vor circa drei Jahren kamen dann auch noch Instagram, Twitter und WhatsApp hinzu – Social Media Kanäle auf denen ich nach wie vor aktiv bin.  Seit ich meinen Blog führe, ist das Bekommen und Verschicken von Emails ebenfalls wieder Gang und Gebe für mich geworden.

Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich manchmal von all dem mehr als genervt bin. Kaum bin ich mal für eine halbe Stunde nicht an meinem Handy, sind bereits wieder 1000 WhatsApp Nachrichten eingetrudelt. Als wäre allein das nicht schon genug, gibt es unter meinen Kontakten Leute, die gleich 10 Fragezeichen oder ein „antworte doch endlich mal“ hinterher werfen. Am allerschlimmsten sind immer noch diverse Gruppenchats, in denen jede Sekunde eine neue Nachricht ertönt. Ich selbst bin in sehr wenigen WhatsApp Gruppen aktiv, da ich dort meistens sowieso sehr schnell den Überblick verliere und es mir größtenteils nur auf die Nerven geht. Bis vor Kurzem hatte ich sogar „zuletzt online“ und die blauen Häkchen ausgestellt, damit mir ja niemand vorwerfen kann, ich würde nicht antworten, obwohl ich die Nachricht schon gelesen habe. Momentan habe ich beides wieder eingeschaltet und merke jetzt schon, dass sich immer mehr Leute bei mir beschweren – bald wird das wohl wieder ausgestellt.
Einer meiner Regensburger Kommilitonen besitzt immer noch ein „Knochenhandy“, mit dem er lediglich telefonieren und SMS verschicken kann, da er sich gegen diesen ganzen Social Media Mist Kram weigert. Er ist der Meinung, dass man keine 1000 Nachrichten hin und her schicken muss, sondern dass ein kurzer Anruf genügt und man sich dann lieber persönlich treffen sollte. WA_WhatsApp_1Jedoch ist das persönlich treffen manchmal gar nicht so einfach. In solchen Momenten bin ich einfach nur dankbar, dass es WhatsApp gibt. Meine eine beste Freundin wohnt in Bayreuth, die andere hat ein Jahr in Freiburg gewohnt und zieht nächsten Monat nach Göttingen – beides ist weder von Frankfurt, noch von Regensburg aus mal eben um die Ecke. Die meiste Zeit des Jahres ist WhatsApp wirklich der einzige Weg, auf dem wir Kontakt haben – und seit es die Sprachnachrichten gibt, fühlt es sich sogar teilweise an wie telefonieren.

Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich „warum ist die eigentlich Bloggerin geworden, wenn sie von dem ganzen Social Media Kram so genervt ist?“. Ganz einfach: das Bloggen bereitet mir Spaß. Klar wird hier vorausgesetzt, dass ich auf all eure lieben Kommentare antworte, regelmäßig auf Instagram, Facebook und Twitter von mir hören lasse und dass ich alle Emails schnellstmöglich beantworte. Aber da gibt es für mich einen gravierenden Unterschied. Für meinen Blog bin ich immer und gerne erreichbar – für manche WhatsApp Kontakte jedoch nicht. Denn leider treffe ich dort immer wieder auf Menschen, die mich jeden Tag mit dem größten Müll, welcher mich nicht ansatzweise interessiert, volltexten.WA_Whatsapp_3Wie steht ihr zu der ganzen Sache? Liebt oder hasst ihr WhatsApp, Facebook, Instagram und Co?
Und habt ihr vielleicht eine Erklärung dafür, warum manche Menschen einen mit tausenden von Fragezeichen bombardieren, wenn man nicht innerhalb der nächsten Minute antwortet? Für mich ist das nämlich ein riesiges Rätsel.

44 Antworten auf „MUSS MAN IMMER ERREICHBAR SEIN?

  1. Michelle Früh

    Ein toller Post. Ich finde die Apps ja schon und gut, aber man muss meiner Meinung nicht übertreiben.
    ?
    Halloooo
    ???
    ……….
    So etwas nervt dann doch ganz schön. Ich meine man kann doch auch mal warten und wenn es wichtig ist dann ruft man eben mal an.
    Ein schöner Post von dir.
    Wünsche dir einen tollen Sonntag.
    Liebst Michelle

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  2. Mona

    Die ständige Erreichbarkeit ist Fluch und Segen zugleich. Wir wollen glaub ich fast alle nicht mehr darauf verzichten, aber genießen es umso mehr, wenn wir mal eine Smartphone freie Zeit durchsetzen können 🙂
    Liebe Grüße, Mona von Belle Mélange

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  3. schminktussi

    Ein toller Post von dir. Ich entspreche da ganz dir für meinen Blog bin ich auch sehr gerne auf allen Kanälen erreichbar. Aber sonst hab ich auch gerne mal ein bisschen Ruhe vor Whats App.

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  4. Carolin

    Also ich muss sagen, dass ich noch immer hin- und hergerissen bin, was Smartphones und Flats und das damit verbundene „immer und überall erreichbar sein“ betrifft. Ich hatte mal für 3 Monate nen Vertrag fürs Handy, aber letztendlich habe ich doch gemerkt, dass ich das nicht brauche und dass mir das alles zu viel kostet (bin halber Schwabe, also geizig :P). Manchmal vermiss ich es, nicht ständig mit dem Handy im Internet sein zu können ohne nachdenken zu müssen, wie viel mich das jetzt schon wieder kostet. WhatsApp habe ich bis heute nicht (und nie gehabt), und dafür kassiert man massenweise schiefe Blicke! Das kann heutzutage keiner mehr verstehen. Aber ich brauch das nicht. Facebook hingegen gefällt mir zum schnellen Kommunizieren (aber nur über den Laptop) sehr gut, da schreibe ich täglich Nachrichten mit meinen ganzen Freunden und darauf will ich im Moment auch nicht mehr verzichten. Aber das hat alles Grenzen und wenn ich den Laptop aus mache, will ich eine Pause und nicht, dass mein Handy weiterhin ununterbrochen irgendwelche Geräusche von sich gibt um mich auf neue Nachrichten hinzuweisen 😀

    Bin da also definitiv sehr eigen und mache nicht jeden „Scheiß“ mit.

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  5. kati

    ich verstehe dich gut, die zuletzt online Funktion ist bei mir auch schon lange abgestellt! eigentlich idiotisch, dass wir uns durch diese virtuellen dinge so viel stress machen lassen, aber inzwischen gehört es zum leben dazu, mal positiv, mal negativ .. ein super Beitrag!

    liebst kati 🙂

    http://www.katiys.com

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  6. Bella

    Manchmal denke ich dieses „überall jederzeit erreichbar sein“ kann auch ein Fluch sein. Kommt man zu einer Gruppe dazu, schauen mindestens die Hälfte permanent auf´s Handy. „Ich antworte nur schnell“ bekommt man andauernd zu hören. Ich bin für´s auch mal bewusst in der Tasche lassen!
    What´s App habe ich gar nicht. Verstehen kann das allerdings keiner! 🙂

    Liebe Grüße, Bella
    http://kessebolleblog.blogspot.de

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  7. Amira

    Das mit den Fragezeichen verstehe ich auch nicht, es sei denn, man braucht ganz ganz dringend eine Antwort. Mit Facebook habe ich schon etwas länger abgeschlossen, da mir das ganze einfach zu viel wird. Ich bin regelrecht wegen Uni-Gruppen dort unterwegs.
    Liebe Grüße,
    Amira von Ami Coco

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  8. Belle Mélange

    Ich mag die social media kanäle, aber poste auch nur gezielt und nicht jeden Tag was. Ich mag es aber zu wissen was Bekannte so machen und irgendwie an ihrem Leben teilzuhaben, auch wenn man nicht immer für alle Zeit hat.
    Whats App finde ich manchmal anstrengend, wenn man in Gruppen ist, die einen zutexten 😀

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag ❤
    Liebst, Sarah von Belle Mélange

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  9. Colli Stars

    Du sprichst mir sowas von aus der Seele!!!
    Ehrlich gesagt bin ich froh, das meine Kindheit ohne diesen ganzen Socialmüll abgelaufen ist.
    Heute mag ich ihn ganz gerne, unter anderem auch um den Blog zu „promoten“ 😀

    Super Thema für einen Diskussionspost!!!
    Liebst, Colli
    tobeyoutiful

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    • Anna

      Darüber bin ich auch froh. Ich finde es total schade, dass heutzutage schon Kindergartenkinder mit Smartphone rumlaufen.
      Aber du hast Recht, um den Blog zu promoten sind Social Media Kanäle wirklich wichtig 😉
      Dankeschön! 🙂

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  10. Anni

    diese ständige erreichbarkiet nervt mich auch. aber meine freunde wissen das und schreiben mir niemals sondern rufen einfach kurz an 😀 nachdem ich irgendwann einfach in whats app nicht mehr reagiert habe, haben sie gemerkt das ich davon kein fan bin. aber das war ich noch nie. ich war nie eines dieser SMS-Kinder. du weißt schon die die im dunkeln das t9 auswendig konnten. ich bin eher der typ der kurz anruft 🙂

    liebe grüße http://hydrogenperoxid.net

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  11. Wonderful.Moments

    Ich finde die Apps gut und nutze sie. Aber nur dann, wenn ich Zeit und Lust habe.
    So nervige Kontakte habe ich zum Glück nicht. Mir nutzt das ganze eher, als dass es mich nervt.
    (Freundin kann schnell bescheid sagen, dass sie etwas später kommt, ich habe auch mit entfernten Personen noch Kontakt,…)

    Benachrichtigungen von Gruppen bei WA kann man auch einfach ausstellen 🙂

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  12. Elisa Zunder

    Da greifst du wirklich ein gutes Thema auf, worüber ich mir ehrlich gesagt auch schon so meine Gedanken gemacht habe. Für mich geht es morgen in den Urlaub und da ist erstmal Digital-Detox angesagt, braucht man einfach mal um runterzukommen und sich den ganzen Eindrücken und Einflüssen zu entziehen.

    Liebst, Elisa Zunder
    http://www.elisazunder.de

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  13. Sandl

    Ich muss gestehen ich möchte ohne gar nicht mehr leben. Ich freue mich dennoch immer wieder, wenn ich einen guten Freund in der Schweiz besuchen darf und einfach mal mein internet für 2 Tage ausschalten muss 🙂
    xoxo
    Sandl

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  14. kiamisu

    Ja diese Dauererreichbarkeit kann wirklich ätzend sein. Ich freue mich manchmal schon darüber, wenn ich keinen Internetzugang habe und somit zum Abschalten gezwungen werde. So war es dieses Jahr im April auch im Urlaub. Es gab kein WLAN, ich war 5 Tage nicht online und siehe da: ich habe nichts verpasst 😀

    Abschalten ist also gar nicht so schlimm 🙂

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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  15. Alice

    Sehr interessanter Beitrag 🙂
    Ich habe einen Mittelweg für mich gefunden was diese ganzen Social Media Kanäle betrifft. Ich nutze sie nach wie vor, aber versuche eine gewisse Balance zu halten, sodass ich nicht allzu „abhängig“ davon werde. Letztendlich ist dies nicht das „reale Leben“.

    LG Alice

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  16. Katta

    Wirklich sehr guter Eintrag. Und ich muss sagen, dass ich gut und gerne ohne Handy könnte. Ich meine, damals haben es die Leute doch auch irgendwie geschafft. Wieso nicht jetzt?
    Mein Freund und ich fahren gerne mal zur Ferienwohnung an die Ostsee und da ist absolut null Empfang und wenn dann dänisches Netz. Und für mich ist es das Paradis.
    Natürlich hat man zuerst richtige Entzugserscheinung und guckt ab und zu drauf. Aber später merkst du, wie du dich auf das wesentliche und auf deine Mitmenschen konzentrierst und das ist besser als alles andere!
    Nach so einem Wochenende kommt man einfach entspannt nach Hause…und der ganz normale Wahnsinn holt dich wieder ein!

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

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  17. Anna

    Früher hing ich selbst noch im Bett vorm Schlafen ewig am Handy. Mittlerweile wurden sämtliche elektronischen Geräte (außer einem Wecker) aus dem Schlafzimmer verbannt. Dieses im Bett liegen, sich anschweigen und beide starren auf ihr Handy.. Nene, das war zu viel!

    Ich nutze Whatsapp relativ selten, da ich andere Wege der Kommunikation (Telefon, Mail, Google Hangout) lieber nutze. Kenne aber auch dieses „HALLO? DU BIST DOCH ONLINE – ANTWORTE!“ oder „Was denn los, du antwortest gar nicht mehr?!“ und es nervt mich tierisch. Maeh!

    Mittlerweile gönne ich mir auch am Tag bewusst Auszeiten von Handy und Internet, einfach um dieses dauerhafte „unter Strom stehen“ zu verringern. 🙂

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  18. shadesoffashion

    Ich finde den Post auch sehr gelungen. Das ganz Du-musst-immer-erreichbar-sein nervt mich momentan auch tierisch, sodass ich oft und gerne mit Absicht mein Handy zu Hause lasse und bewusst auf Abstand gehe. Ich gehöre noch zu einer Generation, die ohne den ganzen Facebook und Internetkram aufgewachsen ist und das sehe ich als enormen Vorteil. Liebe Grüße Lisa

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  19. Andrea

    Manchmal kann das schon ziemlich nervig sein… Wenn ich unterwegs bin, schalte ich mein Handy auf lautlos. Wenn ich dann später einen Anruf erhalten habe, dann rufe ich eben zurück. Ich bin aber auch froh, dass es Apps wie WhatsApp gibt 🙂

    Liebe Grüße ❤

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  20. Justine Wynne Gacy

    Ich lebe gerade seit 2 Wochen ohne Handy – Am Anfang wusste ich gar nicht wie das gehen sollte, doch inzwischen habe ich mich irgendwie dran gewöhnt …
    Trotzdem hoffe ich das ich mir bald ein neues Handy holen kann – so ganz ohne ist es manchmal einfach komisch.

    Liebe Grüße
    Justine

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