INTERVIEW MIT VINCENT BABIC

14513695_305607359806594_1355378141_oHeute habe ich es ausnahmsweise mal nicht vergessen. Es ist Dienstag und das bedeutet, dass es wieder an der Zeit für ein neues Bloggerinterview ist. Deshalb habe ich heute ein Interview mit dem lieben Vincent Babic für euch.

Der 19-jährige Vincent kommt aus Essen und bloggt bereits seit einiger Zeit auf Vincent Babic über Mode, Ernährung und noch viele andere tolle Dinge.

Seit wann bloggst du schon und wie bist du damals auf die Idee gekommen, einen Blog zu starten?
Mit 15 oder 16 Jahren habe ich meinen ersten Blog gegründet. Damals habe ich die Sache nicht all zu ernst genommen, da ich sehr unregelmäßig über belanglose Themen berichtet habe, hahaha. Spontan ist mir in den Sinn gekommen, meinen Mitmenschen von meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten und mich einfach über Themen auszulassen, welche mich zu dieser Zeit beschäftigt haben. Den damaligen Inhalt kann man definitiv nicht mit dem jetzigen vergleichen, da ich damals der Meinung war, dass das bloggen über Hausaufgaben und Tagesabläufe außerordentlich interessant wäre; letztendlich war mein 16 jährigen Ich die Definition der Unprofessionalität, hahaha.14488821_305607433139920_393444451_o

Du interessierst dich nicht nur auf deinem Blog für Mode, sondern studierst auch noch Textile and Clothing Management. Wie bist du zu diesem außergewöhnlichen Studiengang gekommen?
Was viele nicht wissen ist, dass englisch (beziehungsweise schottisch) meine Muttersprache ist. Ich habe den Großteil meines Lebens bei meiner Mutter gelebt und sehr viel englisch mit Ihr-, meinen Großeltern- und Verwandten mütterlicherseits gesprochen. Da mir schon sehr früh aufgefallen ist, dass ich ein kleiner Sympathisant der Modewelt bin, war die Option eines englischsprachigen Modestudiums die erste und einzige Wahl für mich. Da ich leider nicht der Beste im Nähen bin und, abgesehen von einer einzigen Kollektion & ein paar Teilen für mich, nichts anderes gefertigt habe, war der Studiengang die richtige Wahl für mich. Schwerpunkt sind Online-Management, Management, Einkauf und alles rund um Fasern, Stoffe und Trends.

Könntest du dir jedoch vorstellen, eines Tages hauptberuflich Blogger zu sein?
Das ist eine sehr schwierige Frage… Das bloggen macht mir unheimlich viel Spaß, da ich mein eigener Boss sein kann (was ich sehr präferiere, hahaha). Natürlich habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, ob ich, wenn sich die Möglichkeit jemals ergeben sollte, hauptberuflich als Blogger arbeiten würde, doch vieles beunruhigt mich an dieser Entscheidung: Was ist, wenn ich älter bin? Bin ich dann noch immer relevant? Wie sieht es aus, wenn meinem Blog oder mir etwas passiert (gehackt, Krankheit etc.)? Wie halte ich mich über Wasser? Da ich nicht den konventionellsten Stil habe, denke ich nicht, das ich jemals die „Aufmerksamkeit“ bekommen würde, um hauptberuflich als Blogger arbeiten zu können, womit ich mich aber abgefunden habe. Das sind nur ein paar Beispiele, welche mich ein wenig verunsichern, aber um die Frage zu beantworten: Nein, ich denke nicht. Das bloggen ist etwas, was ich noch sehr lange machen möchte, aber mein Ziel im Leben sieht ein wenig anders aus.14536678_305607343139929_1659287020_o

Außer der Mode gibt es bei dir auch immer wieder tolle Rezepte zu sehen – woher nimmst du all die Inspiration?
Die Inspiration nehme ich aus all dem, was ich eigentlich nicht essen würde, hahaha. Natürlich macht mir das kochen und präsentieren meiner Gerichte unbeschreiblich viel Spaß, doch ich ernähre mich eigentlich sehr, sehr schlecht, hahaha. Meistens liegt es daran, dass mir die Laune zum gesunden kochen fehlt, doch wenn ich dann mal Zeit und Lust habe, etwas köstliches und nahrhaftes zu kochen, ist es immer wieder eine Möglichkeit dies mit meinen Lesern zu teilen & somit zu zeigen, dass wenn selbst ich es schaffe, gesünder- und fleischreduzierend zu kochen, es jeder andere auch schafft. Die präsentierten Gerichte sind schnell zubereitet und zudem noch ein Genuss.

Könntest du dir noch ein Leben ohne Blog und Social Media vorstellen?
Nein, definitiv nicht. Ich bin den sozialen Netzwerken total verfallen, hahaha. Ich plane morgens ein wenig mehr Zeit ein, damit ich meine Mails und Netzwerke checken kann, den Tag über verbringe ich nicht all zu viel Zeit auf Instagram und Co., doch wenn ich Abends zur Ruhe gekommen bin, verbringe ich nochmal etwas mehr als eine Stunde damit, Mails, Nachrichten und alles andere zu checken. Ich wüsste gar nicht, was ich mit all dieser freien Zeit machen würde, wenn dies kein Teil meines Lebens mehr wäre, hahaha.14488955_305607353139928_1215750759_o

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten drei Dinge, die jeder Blogger beachten sollte?
Regelmäßigkeit, Rechtschreibung und Respekt.
Für mich sind dies die drei wichtigsten Punkte, die jeder Blogger beachten sollte, denn nur ein regelmäßiges hochladen von Content, eine akkurate Rechtschreibung und Satzzeichensetzung und der Respekt gegenüber anderen Bloggern und Mitmenschen verleitet einen dazu, mehr zu erreichen.

Hast du bereits Hater-Kommentare auf deinem Blog bekommen? Wenn ja, wie gehst du damit um?
Oh ja, hahaha. Fast täglich. Ich bin ein großer Freund von konstruktiver Kritik und versuche wirklich, die genannten Punkte sorgfältig abzuarbeiten, da man immer dazu lernen kann, doch Hater-Kommentare, welche mich auf meinen Stil, Aussehen oder sexuelle Orientierung reduzieren, belächele ich meistens und bedanke mich bei diesen, meist anonymen, Menschen. Letztendlich haben sich die meisten die Zeit genommen, meinen kompletten Eintrag durchzulesen, um etwas komplett sinnfreies von sich zu geben. Meine übliche Antwort lautet: „Freut mich, dass es dir gefallen hat. Alles Liebe, der „schwule“ mit dem „hässlichen“ Stil. 🙂

Welcher Blogger / Bloggerin ist dein größtes Vorbild?
Wenn ich eine Person wählen müsste, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit Shea Marie von peaceloveshea.com.
Sie ist so eine Inspiration für junge Frauen (und auch Männer, hahaha), da sie so gut wie jedes „Gesetz“ der Modewelt bricht. Kürzlich hat Sie sich mit der Vogue angelegt, was kaum denkbar ist, da die Vogue schon seit Jahrzehnten die „Modebibel“ ist. Chefredakteurin Anna Wintour war der Meinung, dass Modeblogger eine Revolution der Modewelt starten würden und wollte dies verhindern, doch Shea Marie hat sich dazu geäußert und jeden den ich dazu befragt habe, steht hinter Ihr. Sie begeistert mich mit Ihrem nicht-konventionellen Stil und Ihrem Mut, Ihre Meinung zu äußern und durchzusetzen. Sie ist wohl eine der einflussreichsten Blogger unsere Szene.14466916_305607426473254_423509311_o

Vielen Dank, lieber Vincent, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast 🙂
Hier findet ihr zu meiner kompletten Interviewreihe.


Fotos via ©Vincent Babic

6 thoughts on “INTERVIEW MIT VINCENT BABIC

  1. Tabea

    Wow – erst habe ich ja ehrlich gesagt schon mit dem Gedanken gespielt, das Interview nicht zu lesen, weil mich Modeblogger nicht so wirklich ansprechen – aber Mensch, bin ich froh, dass ich es doch gelesen habe!

    Der Studiengang klingt ja super interessant und Vicents Zweifel am Vollzeit-Bloggen kann ich auch bestens nachvollziehen. Auf dem Blog muss ich also doch dringend vorbei schauen, weil Vincent eben so interessant und sympathisch rüber kommt – sein Umgang mit Hatern gefällt mir echt unendlich gut 🙂 Sollte ich jemals so erfolgreich werden, dass ich Haterkommentare erhalte, nehme ich mir hoffentlich ein Beispiel an ihm!

    Liebe Grüße

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  2. lhoellebauer

    Schöner Beitrag und interessante Fragen!
    Ich interessiere mich auch soo sehr für Mode und würde am liebsten etwas in Richtung Stylistin etc. machen, daher fand ich vor allem die Frage rund um das Studium spannend.

    Du machst das echt toll, einfach weiter so!

    Liebe Grüße

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